REFERENTEN 2015

Chris Rupp
Chris Rupp / SOPHIST GmbH / 21.05.2015 / 10.15 Uhr

Titel: Wird Requirements Engineering in der Industrie gerade wegrationalisiert?

Abstract:
Betrachtet man den Hype um agile Vorgehensmodelle wie Scrum und den in diesen Vorgehensmodellen enthaltenen minimalen RE-Anteil, so bekommt man den Eindruck, dass es bald kein RE mehr geben wird.  Ist dieser Eindruck richtig? Unsere industrielle Praxis zeigt im Gegenzug ein völlig anderes Bild! Die Randbedingungen, die für ein durchdachtes RE sprechen, nehmen fortwährend zu:
 
  • Systeme werden immer umfangreicher (komplexer und komplizierter)
  • Die Anzahl der System in Unternehmen und deren Vernetzung steigt kontinuierlich
  • Der Softwareanteil und dessen Vernetzung in Produkten steigt ebenfalls kontinuierlich
  • Das Geflecht von Vertragsbeziehungen nimmt zu (AG/AN/Subcontractor)
  • Systeme werden immer kritischer und dringen weiter in sicherheitskritische Bereiche vor
  • Die Globalisierung in der Systementwicklung steigt (Nearshore/Offshore)
  • Das fachliche Wissen steckt (nur) noch in den vorhandenen Altsystemen
  • Existierende Systeme ohne Dokumentation sollen erweitert werden
  • Die Release-Zyklen werden immer kürzer
  • Der Einsatz von Produktlinien und Produktfamilien, sowie von Wiederverwendung gewinnt an Bedeutung.  

Sich dieser Rahmenbedingungen bewusst zu sein und die richtigen Methoden und Techniken zu nutzen ist der Schlüssel zum Projekterfolg. Der Vortrag zeigt Ansätze, die in der industriellen Praxis von Unternehmen angekommen sind. Desweiteren zeigt er die Themengebiete auf, in denen neue Lösungsansätze aus der Wissenschaft mehr als willkommen wären.
  
 Peter Siwon  
Peter Siwon / MicroConsult / 21.05.2015 / 11.00 Uhr
Titel:  Intuitionsfallen in der Projektarbeit – Wenn Du denkst Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst!

Abstract:
Dieser Vortrag zeigt anhand kleiner Experimente, unterhaltsamer Beispiele und verständlicher Erklärungen, wie und warum wir in Projekten in Denkfallen tappen, die den Projekterfolg in Gefahr bringen. Er macht klar, warum Menschen so oft in Projekten gegen besseres Wissen handeln und ihren Verstand oft mehr dazu nutzen sich und anderen etwas vorzumachen. Es werden Tipps gegeben, wie Projektteams sich vor diesen Intuitionsfallen schützen können.

Peter Siwon beschäftigt sich nunmehr seit über 20 Jahren mit den Themen Gehirn und Psyche im Zusammenhang mit der Projektarbeit in technischen Berufen. 25 Jahre Berufspraxis in Forschung, Entwicklung, Marketing, Vertrieb, Training, Coaching, Beratung und Geschäftsführung (TU München, Siemens Halbleiter, Siemens Automatisierung, MicroConsult) geben dazu viele Impulse. Seit 2008 gibt er seine Erfahrungen als Buchautor, Kolumnenschreiber, Lehrbeauftragter, Trainer und Coach weiter.
  
 Wolfgang Leimbach Wolfgang Leimbach / IBM / 22.05.2015 / 9.00 Uhr

Titel:  Requirement trifft Modell - im Gleichschritt zum Fortschritt

Abstract:
Es gab Zeiten, als Requirements Management und modellbasiertes Entwickeln getrennte Welten waren und die Zusammenführung über manuell zu erstellende Dokumentation erfolgte.Mit UML2.x wurde das Requirement als Modeling-Artefakt eingeführt. Um Gleichschritt zwischen Requirement Management Tools und Modeling Tools herzustellen, hat sich die Synchronisation etabliert. Aber ist das wirklich ein Fortschritt? Diese Präsentation ist der Versuch einer Antwort darauf, wirft aber gleichzeitig auch einen Blick "über den Tellerrand"..
  
 Tim Weilkiens, OOSETim Weilkiens / OOSE / 22.05.2015 / 9.45 Uhr

Thema: Wie die Requirements laufen lernten

Abstract:
Spätestens seit mit der SysML die Modellierung von Anforderungen in einer standardisierten Modellierungssprache möglich ist, wird kontrovers über
modellierten versus rein textuellen Anforderungen diskutiert. Dabei werden häufig Äpfel mit Birnen verglichen. Der Vortrag bringt Klarheit in die Diskussion
und zeigt den Zusammenhang zwischen den beiden Konzepten.
 
Mit dem klaren Bild betrachten wir dann, wie die Modellierung von Anforderungen das Requirements Engineering bereichert und gemeinsam mit
textuellen Anforderungen eingesetzt werden kann.
 
Die Bilder lernten mit dem Film das Laufen, die Anforderungen mit der Modellierung. Es wird Zeit, dass wir im Requirements Engineering das Potenzial nutzen.
  
 Matthias Meyer, FraunhoferMatthias Meyer / Fraunhofer / 22.05.2015 / 11.45 Uhr

Thema: Systems und Software Requirements Engineering für intelligente technische Systeme

Abstract:
Intelligente technische Systeme oder Cyber-Physical Systems finden eine immer weitere Verbreitung. An ihrer Entwicklung sind grundverschiedene
Fachdisziplinen wie Informatik, Regelungstechnik, Elektrotechnik und Maschinenbau beteiligt. Dabei darf kein Bestandteil, auch nicht die eingebettete Software,
für sich isoliert betrachtet werden. Denn erst die Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen ermöglicht die Funktionalität des Gesamtsystems. Um so
entscheidender ist, dass die an das Gesamtsystem und die Software gestellten Anforderungen u.a. korrekt, eindeutig und konsistent dokumentiert sind. Dieser
Vortrag stellt eine modellgetriebene Methodik vor, die das Requirements Engineering für eingebettete Software unter Berücksichtigung der Zusammenarbeit
der verschiedenen Fachdisziplinen sowohl im Systementwurf als auch im Softwareentwurf unterstützt. Dabei werden im gesamten Entwicklungsprozess
Modelle eingesetzt, die automatische Verfahren für die Übergänge zwischen den Entwicklungsphasen und für automatische Überprüfungen ermöglichen. Dies
spart Zeit und senkt die Fehleranfälligkeit.