REFERENTEN 2014

 Colin HoodColin Hood / Hood Systems Engineering / 22.05.2014 / 10.15 Uhr

DOORS is a database, let’s use it!
Many people still use DOORS as a poor replacement for Microsoft Word. By considering the requirements, considering what we need from specifications, considering the reasons we are producing specifications, we can use DOORS database facilities to save huge amounts of time and effort. 
Many projects have saved over 50% and even more is possible.
  
Wolfgang LeimbachWolfgang Leimbach / IBM / 22.05.2014 / 11.00 Uhr

Embedded System-Entwicklung im Kontext von Industrie 4.0
Es entwickelt sich eine neue Dimension bei den smarten Produkten – die Vernetzung! Endgeräte selbst haben komplexe Embedded Software an Bord, aber von jetzt an wird es wirklich spannend. Software spielt in vernetzten Systemen mehr denn je die Rolle des Innovationstreibers. Was als „intelligent“ bezeichnet wird, sind in Wirklichkeit von Ingenieuren entwickelte komplexe Algorithmen und Automaten, die autonome Aktionen und Aktivitäten ohne Bedienereingriff ermöglichen. Deutschland als Industriestandort will zum Leitmarkt solcher Systeme werden. Dafür braucht es besonders für die Entwicklung neue Ansätze, um die Komplexität der sogenannten „Cyber-Physical Systems“ beherrschbar zu machen.
  
Henning ButzHenning Butz / ASES/ 23.05.2014 / 9.00 Uhr

Vom Model Driven Design – zur Model Driven Reality
Modelle wurden zu allen Zeiten als Mittel der Entwurfsprognose und -validation, sowie zur Entwicklungsfortschrittskontrolle herangezogen. Älteste gefundene Artefakte betreffen zumeist das Bauwesen, wo Architekturmodelle bereits vor 4.000 Jahren als Vorlagen für die Bauausführung verwendet wurden. Aus dem Mittelalter sind die „Bauhütten“ überliefert, in denen die Baumeister das Geheimnis eines Konstruktionskanons bewahrten, mit dessen Hilfe sie auch ohne ein Modell der Kathedrale zum großen Bauwerk gelangten. Die Renaissance liefert uns neben „modularisierten“ Architekturmodellen bereits sehr beeindruckende Beispiele für Funktionsmodelle technischer Apparate, bspw. aus den Innovationsschmieden von Leonardo DaVinci bis James Watt. Das 19. und beginnende 20. Jahrhundert perfektionierte mechanische Rechenautomaten in ihrer Eigenschaft, insbesondere das dynamische Verhalten von Systemen modellhaft vorherzusagen. Oft finden diese mechanischen Modelle neben ihrer Anwendung in der Entwicklung auch
Verwendung zur Steuerung komplexer Prozesse. Mit dem Aufkommen der Elektronik verschwinden die mechanischen „Simulatoren“ und werden zunächst durch „Analog-Rechner“ („elektrische“ Simulatoren), danach, verbreitet ab 1980, durch Digitalrechner („numerische“ Simulatoren) ersetzt. Heute ist die „Virtuelle Realität“ = „numerische Simulation der Wirklichkeit“ der Standard für die entwicklungsbegleitende Modellbildung. Damit schließt sich gewissermaßen der Kreis zur Antike. Denn bereits 2.500 Jahre vor unserer Zeit hat Platon sehr treffend bemerkt: „Alles ist Zahl !“ Der Beitrag geht auf die historischen Stationen des MDD ein, zeigt das gegenwärtige Einsatzspektrum, sowie Wege, über die erkennbare Grenzen der Methode überwunden werden und weist damit auf zukünftige Entwicklungen „jenseits von MDD“ hin.
  
Matthias MeyerMatthias Meyer / Fraunhofer / 23.05.2014 / 9.45 Uhr

Smarte Systeme durch smarte Entwicklung - Entwurfstechniken für Intelligente
Technische Systeme

Unter den Schlagworten Intelligente Technische Systeme, Cyber-Physical Systems oder Industrie 4.0 beginnen Unternehmen mit der Entwicklung einer neuen Generation von mechatronischen Systemen: zunehmend adaptiv, robust und dynamisch miteinander vernetzt. Dies äußert sich in einem massiv steigenden Elektronik- und Softwareanteil. Die Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zwischen den Fachdisziplinen Mechanik, Elektronik, Softwareentwicklung werden so komplex, dass es neuer Methoden für ihre Koordination entlang des Entwicklungsprozesses bedarf. In diesem Vortrag werden fortgeschrittene Entwurfstechniken für ein fachdisziplinübergreifendes Systems Engineering und den systematischen Übergang zu einem integrierten Software- und Regelungsentwurf vorgestellt. Dabei wird gezeigt, wie die Werkzeuge IBM Rational DOORS und Rhapsody zur Unterstützung solcher Entwurfstechniken eingesetzt werden können.
  
Thorsten WeyerThorsten Weyer / Paluno / 23.05.2014 / 10.30 Uhr

Anforderungsmodellierung in der Entwicklung komplexer Embedded Systems
Dem Requirements Engineering kommt im Entwicklungsprozess von softwarebasierten Systemen die Aufgabe zu, die Anforderungen an das zu entwickelnde System in möglichst hoher Qualität zu spezifizieren.
Dadurch wird sichergestellt, dass die nachgelagerten Entwicklungsdisziplinen (wie z.B. Architekturentwurf, Implementierung und Test) ihre Aufgaben im Entwicklungsprozess möglichst optimal erfüllen können und dass unter Einhaltung des vorgegebenen Projektrahmens ein System realisiert wird, welches mit den gewünschten Qualitäten im Betrieb seinen Zweck erfüllt. Seit einigen Jahren schon zeigt sich, dass die altbewährten Methoden und Techniken zur Anforderungsspezifikation  (z.B. Ansätze der Systemanalyse oder die rein textuelle Anforderungsspezifikation) nicht mehr dazu geeignet sind, den teils dramatischen Anstieg des Funktionsumfangs und der Komplexität softwarebasierter Systeme in Entwicklungsprozessen noch beherrschen zu können. Im Rahmen des Vortrages werden ausgewählte Techniken des modellbasierten Requirements Engineering umfangreicher und komplexer softwarebasierter Systeme vorgestellt. Die Anwendung der Techniken wird an Beispielen aus der industriellen Praxis aufgezeigt. Ein Großteil der betrachteten Techniken sind auch Teil des Curriculums zum Advanced Level „Requirements Modeling“ des Certified Professional for Requirements Engineering nach dem Standard des International Requirements Engineering Board (IREB).
  
Jan Meyer  
Jan Meyer / Hella / 23.05.2014 / 10.30 Uhr

Die Integration von domänen-spezifischen Sprachen in die Architekturentwicklung
Bei der Entwicklung von komplexen eingebetteten Systemen existieren verschiedene Architekturen, wie beispielsweise die System- und die Softwarearchitektur. Für einzelne Architekturen existieren domän-spezifische Sprachen, wie beispielsweise die Systems Modeling Language für die Systemarchitektur oder aber der AUTOSAR Standard für die Softwarearchitektur in der Automobilindustrie. Hieraus ergibt sich die Frage, wie diese Architekturen und somit die verschiedenen Sprachen miteinander integriert werden, um Aussagen bezüglich der Nachverfolgbarkeit (Traceability) und der Konsistenz zu beantworten.
In diesem Vortrag wird anhand eines Beispiels aus der automobilen Steuergeräteentwicklung aufgezeigt, wie die domänen-spezifische Sprache AUTOSAR in die Architekturentwicklung mit der Systems Modeling Language (SysML) und der Unified Modeling Language (UML) mit dem Werkzeug IBM Rational Rhapsody integriert werden kann.